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Kategorie: Gedichte

Das Wunder von Weihnachten

Das Wunder von Weihnachten

Ehre sei Gott in der Höhe, und Friede auf Erden, bei den Menschen, auf denen sein Wohlgefallen ruht!
Lukas 2, 14

So sangen es die Gottesboten, die plötzlich den Nachthimmel bevölkerten.

Die Hirten trauten ihren Augen und Ohren kaum.

Und doch war es so:

Die Botschaft vom Heiland, vom Friedenfürsten erschallte über den Feldern bei Bethlehem.

Und seitdem tönt sie durch die Welt. Das Wunder von Weihnachten hat die ganze Welt erreicht.

Zumindest an diesem Tag sind die Kirchen voll, und die Menschen hören auf die Botschaft von Jesus.

Sie singen, wie damals die Engel, zur Ehre Gottes und reden vom Frieden.

Weihnachten breitet sich aus.

Nicht nur in den Kirchen.

Immer wieder auch an unerwarteten Orten.

Hundert Jahre ist es her.

Der erste Weltkrieg hatte schon viele Menschenleben gefordert.

In diesem kalten Winter hatten sich die gegnerischen Soldaten in ihren Gräben verschanzt.

Die Deutschen auf der einen, die Engländer auf der anderen Seite.

Wer seinen Kopf zu hoch heraussteckte, riskierte sein Leben.

Doch dann kam Weihnachten.

Und auf einmal geschah das Wunder.

Die Waffen schwiegen.

Die ersten Soldaten wagten sich ins Niemandsland zwischen den feindlichen Linien.

Einer stellte einen Weihnachtsbaum auf.

„Frohe Weihnachten!“ – so riefen die einen, „Merry Christmas!“ die anderen.

Die Männer gingen aufeinander zu, umarmten sich, tauschten Zigaretten, Lebensmittel und kleine Geschenke aus.

Ein englischer Soldat betete den 23. Psalm auf Deutsch, und Deutsche sprachen Englisch.

Einer brachte einen Fußball, und plötzlich kickten alle miteinander.

Und irgendwann sangen alle miteinander, jeder in seiner Sprache.

„Silent night, holy night. All is still, all is quiet.“

Stille Nacht, heilige Nacht… Christ, der Retter ist da…“

An diesem Weihnachtstag und in den folgenden Tagen fiel an der gesamten Front kein Schuss.

Der Weihnachtsfrieden setzte sich durch.

 

Ehre sei Gott in der Höhe, und Friede auf Erden!

Die Botschaft der Engel ist eine Einladung an uns.

Wenn wir in ihren Ruf einstimmen,

wenn wir Jesus in unsere Herzen hineinlassen,

dann wird dieser Friede uns nicht nur an Weihnachten bestimmen, sondern an jedem Tag des Jahres.

 

Wie kann es Weihnachten werden in unserem Leben?

Wenn das Wunder geschieht:

Dass Jesus in uns geboren wird.

Dass Jesus in uns Gestalt annimmt.

Die Weihnachtsgeschichte im Johannesevangelium ist kurz und knapp:

Er kam in sein Eigentum.

Doch die Seinen nahmen ihn nicht auf.

Die aber, die ihn aufnahmen,

denen gab er die Vollmacht,

die Berechtigung,

die Möglichkeit,

Kinder Gottes zu werden.

(Johannes 1, 11-12)

 

Jesus aufnehmen. Darum geht es.

Das ist die Chance unseres Lebens.

Dass wir Weihnachten nicht allein feiern.

Das wir unser Leben nicht allein leben.

Sondern mit ihm in der Mitte unseres Lebens.

Mit Jesus im Herzen, im Denken, im Tun.

 

„Jesus, wir laden dich ein.

Komm in unsere Welt. Komm in unseren Alltag.

Jesus, ich lade dich ein.

Komm in mein Leben. Komm in mein Herz.

Amen.“

 

So kann der Weihnachtsfrieden anfangen.

Das wünsche ich Dir.

 

Eine Stimme in der Wüste

Eine Stimme in der Wüste

Es ruft eine Stimme: In der Wüste bereitet dem HERRN den Weg, macht in der Steppe eine ebene Bahn unserm Gott!

Jesaja 40, 3

 

Eine Stimme, ein Ruf am wüsten Ort:

Macht Bahn für den König, hier und dort!

In den Häusern, den Herzen, in eurem Verstand,

Bereitet den Weg ihm im ganzen Land!

 

Eine Stimme, die die Welt bewegt:

Empfangt ihn, der das Leben trägt!

Sagt ja zur Hoffnung, sagt ja zum Licht,

Sein Wort ist wahr: Fürchtet euch nicht!

 

Eine Stimme, die durch die Zeiten klingt,

Die von Freude, Glaube und Liebe singt,

Von Bethlehem und von Golgatha,

Die ewige Botschaft: Der Retter ist da!

 

Roland Werner

Nimm dein Bett und geh!

Nimm dein Bett und geh!

Nimm dein Bett und geh!
Sagte Jesus.
Wahrscheinlich war es eher eine Art Bastmatte.
Auf jeden Fall war es dem Mann egal
Wie schwer sie war.
Denn jahrelang hatte sie ihn getragen,
die Matte, Matratze, das Bett
Aber jetzt, zum ersten Mal
Konnte er das tun.

So ging er los, das Bett geschultert
Jetzt trage ich dich!
Dort, wohin ich will.
Ich bin jetzt mobil geworden.
Durch Jesus.
Nimm dein Bett und geh!
Das hat er gesagt.
Und: Deine Sünden sind dir vergeben!
Da haben sie alle gestaunt.
So einfach geht das doch nicht!

So einfach ging das doch!
Denn Jesus hat es gesagt.
Und was meine Sünden waren,
und was sie sind.
Das geht die anderen gar nichts an.
Auch nicht die Neugierigen und die Nachrichtensprecher.
Meine Sünden, die habe ich bei Jesus gelassen.
Und der hat sie weggenommen.
Ich kann sie jedenfalls nicht mehr finden.

Und so gehe ich jetzt mit meiner Matte auf dem Arm.
Aufrecht und froh.
Endlich kann ich wieder gehen!
Das hat Jesus gemacht.

Zwar erzählen die Leute immer noch von dem Gelähmten,
der von den Freunden getragen wurde,
übrigens ganz herzlichen Dank euch!
Das war ein echter Freundschaftsdienst.
Doch jetzt bin ich ja gar nicht mehr der Gelähmte.
Ich bin der Ex-Gelähmte!
Ich kann frei herumlaufen und springen.
Wegen Jesus.
Ist das nicht toll?

Wohin ich jetzt gehe?
Da muss ich ein bisschen nachdenken.
Vielleicht frage ich auch mal Jesus,
ob der eine gute Idee hat.
Ich vermute schon.
Auf jeden Fall will ich jetzt erst mal ein bisschen herumlaufen.
Und mein Bett durch die Gegend tragen.
Das macht Spaß!

© Roland Werner 30.05.2015

Ein offenes Fenster

Ein offenes Fenster

Ein offenes Fenster
Ein Raum voller Licht
Ein Blick in die Zukunft
Fürchte dich nicht

Die Schatten von Gestern
Das Dunkel der Nacht
Vergehen wie Träume
Wenn ein Mensch erwacht

Weg, Wahrheit und Leben
Brot, Weinstock, die Tür
Der gute Hirte
Hier steht er vor dir.

© Roland Werner

Dein Wort wird bleiben

Dein Wort wird bleiben

Dein Wort wird bleiben, wenn die Zeit
Zu ihrem sichern Ende rast.
Wird Wege weisen, auch im Leid
Wird Ruhe geben in der Hast.

Dein Geist wird wehen, auch wenn wir
Vergessen sollten, wer du bist.
Wird wecken, trösten, leiten hier
Wird zu dir führen, Jesus Christ.

Dein Volk wird warten, auf den Tag
Wenn alle Hoffnung sich erfüllt.
Wird glauben, was auch kommen mag
Wird sich verwandeln in dein Bild.

© Roland Werner

Du legst die Hand mir auf die Schulter

Du legst die Hand mir auf die Schulter

Du legst die Hand mir auf die Schulter
Du strahlst mich an mit deinem Licht
Du sprichst, und alles kommt zur Ruhe
Du bist mein Gott, ich weiche nicht

Du hüllst mich ganz in dein Erbarmen
Du lädst mich ein, dein Freund zu sein
Du sendest mich in deinem Namen.
Du bist die Tür, ich trete ein.

Du zeigst den Weg mir für mein Leben
Du legst dein Wort in meinen Mund
Du sagst mir: Alles ist vergeben!
Du bist der Arzt, ich werd gesund.

© Roland Werner