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Kategorie: Erlebtes

Kleine Tugendlehre Teil 1

Kleine Tugendlehre Teil 1

Ein Lob der Tugend

Weiter, liebe Brüder: Was wahrhaftig ist, was ehrbar, was gerecht, was rein, was liebenswert, was einen guten Ruf hat, sei es eine Tugend, sei es ein Lob – darauf seid bedacht.

Philipper 4, 8

So wendet alle Mühe daran und erweist in eurem Glauben Tugend und in der Tugend Erkenntnis und in der Erkenntnis Mäßigkeit und in der Mäßigkeit Geduld und in der Geduld Frömmigkeit und in der Frömmigkeit brüderliche Liebe und in der brüderlichen Liebe die Liebe zu allen Menschen. Denn wenn dies alles reichlich bei euch ist, wird’s euch nicht faul und unfruchtbar sein lassen in der Erkenntnis unseres Herrn Jesus Christus.

1. Petrus 1, 5-8

Von Tugend zu reden fällt uns nicht leicht. Jedenfalls uns Evangelischen nicht. Denn schließlich haben wir es gelernt, ja regelrecht mit der Muttermilch aufgesogen, dass wir durch die Gnade allein gerettet sind. Sola gratia – die alleingenügsame Gnade –, das ist der Grund unserer Existenz als Christen. Gott tut alles, und wir können nichts – oder fast nichts – tun. Welchen Platz hat da überhaupt das Reden von „Tugenden“? Schmeckt dieses Wort nicht nach Werkgerechtigkeit, danach, dass wir uns selbst unser Heil basteln wollen? Und riecht es nicht nach moralischer Selbstverbesserung, danach, dass man sich selbst einen höheren Stand erarbeiten will, von dem aus man dann die anderen herablassend beurteilen und vielleicht auch verurteilen kann?

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Einsteigen in die Jesus-Geschichte – Wie wir heute Erfahrungen mit dem wirklichen Jesus machen können

Einsteigen in die Jesus-Geschichte – Wie wir heute Erfahrungen mit dem wirklichen Jesus machen können

Was von Anfang an war, was wir gehört haben, was wir gesehen haben mit unseren Augen, was wir betrachtet haben und unsere Hände betastet haben vom Wort des Lebens … was wir gesehen und gehört haben, das verkündigen wir auch euch, damit auch ihr mit uns Gemeinschaft habt, und unsere Gemeinschaft ist mit dem Vater und mit seinem Sohn Jesus Christus.

  1. Johannes 1, 1-3

 

Anfang der neunziger Jahre war ich in Moskau zu missionarischen Vorträgen an der Universität. Nachdem ich vor der Fakultät über Jesus gesprochen hatte und einige Hinweise auf außerbiblische Quellen und Belege gebracht hatte, meldete sich ein Professor mit folgender Frage: „Verstehe ich Sie richtig, dass Sie sagen wollen, dass Jesus eine reale historische Person war?“ Diese Frage erstaunte mich, und ich fragte zurück, dass ich das sehr wohl meine, aber was der Grund seiner Frage sei. Er antwortete: „Wir haben gelernt, dass Jesus eine Märchengestalt ohne historische Wirklichkeit ist.“ Und er erzählte dann einige Gründe, die in der sowjetischen Erziehung für die angebliche Geschichtslosigkeit von Jesus angegeben wurde.

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Das Licht des Messias

Das Licht des Messias

Das Licht des Messias

Erhebe dich, du, der du schläfst, und steh auf von den Toten, und dann wird der Messias dich durch und durch erleuchten!
Epheser 5, 14

Für Faruk war es ein ganz besonderer Tag. Im Lauf der Jahre waren seine Augen immer schlechter geworden. Wenn er jetzt lesen wollte, musste er mit dem Buch in die Sonne treten und die Seite ganz nahe an seine Augen halten. Dabei war Leben und Studieren schon immer ein großer Teil seines Lebens gewesen. Und jetzt, wo er an einer Bibelübersetzung in die Sprache seines Volkes arbeitete, war es umso wichtiger, dass er gut sehen konnte. Wieso musste gerade jetzt seine Sehkraft so nachlassen? Eine gute Brille zu kaufen konnte er sich nicht leisten, den Besuch zum Augenarzt erst recht nicht. Die gab es in seinem Heimatland in Afrika sowieso nur in den großen Städten. Hier war guter Rat teuer. Doch eines Tages kam ein Team aus einem Nachbarland. Es waren Ärzte und Pastoren aus einem Missionskrankenhaus, die in diese einsame Gegend gekommen waren, um zu helfen, wo Hilfe nötig war. Sie besuchten auch Faruk in seinem kleinen Lehmhaus. Eine große Ehre war solch ein Besuch! Aber das Beste: Im Team war eine Augenärztin. Die untersuchte seine Augen. Ein paar Monate später hielt er dann seine neue Brille in den Händen. Diesen Tag hat er nie mehr vergessen.

Es ist ein besonderer Tag, wenn ein Mensch wieder sehen kann. Das gilt für das Augenlicht. Das gilt umso mehr für das Licht des Glaubens. Wenn ein Mensch aufwacht aus dem geistlichen Schlaf und die Augen öffnet für Gottes Wirklichkeit, ist das wie einer neue Geburt, wie ein Leben aus dem Tod. Diese Auferstehung und dieses Hellwerden besingt dieses urchristliche Lied, das Paulus den Ephesern in Erinnerung ruft: „Erhebe dich, du, der du schläfst, und steh auf von den Toten, und dann wird der Messias dich durch und durch erleuchten!“

Endlich aufwachen! Endlich die Augen öffnen! Das bedeutet Advent: Es wird wieder hell! In unseren Herzen strahlt es auf, das Licht des Messias Jesus.

Prioritäten nach dem Refo-Hype – Wie Reformation heute gelingen kann

Prioritäten nach dem Refo-Hype – Wie Reformation heute gelingen kann

Wenige Themen werden gegenwärtig so sehr bemüht wie die Reformation. Nicht nur in der Kirche, nein auch Kultur und Politik, und nicht zuletzt der Tourismus – alle haben das Thema entdeckt. Im Jahr 2017 hat man fast den Eindruck, als wäre der ehemalige Mönch aus Wittenberg wieder wohlauf und lebte mitten unter uns.

Ja, Luther ist fast allgegenwärtig. Mal hübsch und eher harmlos als Playmobil-Männchen mit Buch und Feder, mal schmackhaft als Lutherkeks oder Lutherbier, und manchmal eher peinlich als Lutherzwerg aus Plastik.

Habe ich mir jetzt durch diese Aufzählung schon Feinde geschaffen? Ich weiß es nicht. Auf jeden Fall muss es einfach mal klar und deutlich gesagt werden: Wirkliche Hilfe für die Kirche in der gegenwärtigen Krise kommt auch nicht vom Refo-Hype, sondern, wenn überhaupt, von einer Wiederentdeckung und dann – dem Ernstnehmen von dem, was Luther wollte und seine Mitstreiter mit ihm. Wenn wir das verstehen, haben wir vielleicht eine Chance, gegen den Trend der Zeit als Kirche doch zu wachsen. Vielleicht nicht in Zahlen, gewiss aber in eine neue, und unbedingt notwendige geistliche Tiefe hinein.

In diese Richtung will ich denken, und einseitige Umdeutungen des Reformationsgeschehens möglichst schnell entsorgen.

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Christentum in Nubien

Christentum in Nubien

Ich freue mich, dass meine kirchengeschichtliche Arbeit über Nubien jetzt langsam wahrgenommen wird. Im Sudan lebte über 1000 Jahre eine einheimische Kirche, die heute fast vollständig vergessen ist.

Diese Rezension meiner kirchengeschichtlichen Dissertation über das (immer noch) selbst in Fachkreisen ziemlich unbekannte Christentum in Nubien auf der Internetseite „Christian Orient“ kann gegen dieses Vergessen helfen.
Zitat aus der Rezension:
„Es ist die erste Darstellung im deutschsprachigen Raum, die versucht, alle Ergebnisse der Forschungen zum nubischen Christentum zusammenzufassen und so ein Gesamtbild dieser recht unbekannten Kirche zu erstellen. Der Autor gründet seine Darstellung auf archäologische Ergebnisse auf textliche Untersuchungen sowie auf bildlichen Darstellungen. Dabei ist der Autor bemüht, alle bisher bekannten Ergebnisse zusammenzufassen. Dem Autor ist es so gelungen, einen umfassenden und zugleich detaillierten Einblick in die Geschichte und in das Leben der nubischen Kirche zu geben. Das hier noch viele Lücken bestehen ist kein Mangel der Untersuchung, sondern zeigt, dass noch weite Gebiete der nubischen Kirchengeschichte erforscht werden müssen. Das Werk ist nicht nur als Einführung in das nubische Christentum geeignet, sondern kann auch als Nachschlagewerk hierzu genutzt werden.“

Warum das Heilige Land mir wichtig ist

Warum das Heilige Land mir wichtig ist

Fünf ganz persönliche Gründe 

Das Heilige Land – eine einzigartige Schnittstelle

Ich sitze mitten in der Altstadt von Jerusalem. Hier schreibe ich diesen Beitrag. Einen passenderen Ort könnte es fast nicht geben. Hier, an der Schnittstelle zwischen christlich-arabischem und muslimisch-arabischem Viertel, zwischen jüdischer und arabischer Welt, umgeben von Pilgern und Touristen aus fast allen Ländern der Erde. Hier im Johanniter-Hospiz an der 8. Station der Via Dolorosa, das der Christus-Treff Marburg seit über 20 Jahren als Gästehaus betreibt. Sobald ich aus der Tür komme, bin ich mitten in diesem Mikrokosmos der Welt. Allein heute habe ich schon über zwanzig Sprachen gehört, in Gesängen, Gesprächen, Gebeten. Für einen Sprachenliebhaber wie mich ist das wie ein nicht aufhörender Adrenalinstoß, und ich lebe auf, wenn ich mich an einem einzigen Nachmittag in fünf oder sechs Sprachen unterhalten kann. Doch das ist nur einer der Gründe, warum Israel mir wichtig ist. Es gibt viele weitere. Fünf ganz persönliche Gründe will ich nennen.

1 Historische Wirklichkeit

Hier im Heiligen Land begegne ich auf Schritt und Tritt der Wirklichkeit der Bibel. Die im Buch der Bücher beschriebenen Orte, Bethlehem, Nazareth, Jerusalem, Bethanien, Kapernaum, Emmaus, Bethesda und wie sie alle heißen, treten aus den Seiten eines alten Buchs heraus. Diese Orte existieren wirklich! Und je mehr die Archäologen weiterarbeiten, je mehr sie sich in die Erde und damit in die Geschichte hineingraben, umso mehr bestätigen ihre Funde die Geschichtlichkeit und Tatsächlichkeit der Bibel. Hier in Israel, im Westjordanland und auch in Jordanien und in Ägypten wird die biblische Geschichte lebendig. Wer hier mit offenen Augen und offenem Geist reist und das Land wahrnimmt, merkt: Die Bibel hat doch recht! Er begegnet den biblischen Personen, deren Spuren überall zu entdecken sind: Abraham und Jakob, David und Hiskia, Jesaja und Nehemia und nicht zuletzt Jesus selbst. Hier, in diesem Land, wird mein Vertrauen in die Zuverlässigkeit der Bibel gestärkt.

2 Erfüllte Verheißungen

Hier im Heiligen Land sehe ich, dass Gottes Verheißungen sich erfüllen. Jerusalem ist ein Ort, zu dem Menschen aus allen Völkern kommen, um Gott anzubeten. So ist es vorausgesagt im Alten Testament, so geschieht es an jedem Tag. Der Grund dafür: Jesus. Er, der Verachtete und aus der Volksgemeinschaft Israels Ausgestoßene, der unerkannte Davidsnachfahre, bringt die Völker nach Jerusalem. Wegen Jesus und seiner Geschichte reisen jedes Jahr mehrere Millionen Touristen in dieses Land. Das ist eins der großen Paradoxe: Dass gerade Jesus, er, den viele Juden ablehnen, den der babylonische Talmud als Betrüger und Zauberer bezeichnet und der deshalb zu Recht ausgestoßen und hingerichtet wurde, der Grund ist, warum die nichtjüdischen Nationen die jüdische Bibel – den Tanach – als Teil ihrer Heiligen Schrift lesen und den Gott Israels anbeten. Jesus, den der römische Statthalter Pontius Pilatus in der Inschrift über dem Kreuz als „König der Juden“ bezeichnete, ist genau das – der Davidssohn, in dem die alttestamentlichen Verheißungen zusammenlaufen und sich bündeln. Mir ist Israel wichtig vor allem wegen Jesus, dem verheißenen Messias Israels und König der Völker.

3 Botschafter der Versöhnung

Mich ermutigt, dass es in diesem Land Menschen gibt, die die Mauern und Zäune zwischen den Völkern und zwischen den Konfessionen überwinden. Leider gibt es auch viele, die Mauern bauen. Ich finde es traurig, dass manche Christen nicht „Botschafter der Versöhnung“, sondern der Trennung sind. Da sind die Einen, die ganz „auf der Seite Israels stehen“, und alles, was von der jeweils amtierenden Regierung gemacht wird, geistlich sanktionieren wollen. Sie sind – so scheint es mir – bereit, auch Unrecht zu entschuldigen, solange es ihrer Idee dient, die sie aus der Bibel zu erkennen meinen. Da gibt es aber auch die anderen, die an Israel kein gutes Haar lassen, und ausschließlich die palästinensische Seite sehen und so auf der anderen Seite vom Pferd fallen. Beide Gruppen finden sicher unendlich viele Gründe für ihre jeweilige Meinung. Beide erliegen aber auch der Versuchung, Geistliches mit Politischem zu vermischen. Beide können ihre Sicht des Konflikts, der hier in diesem Land herrscht, nur dadurch aufrechterhalten, dass sie die andere Seite ausblenden und keine oder kaum Berührung mit ihr haben. Doch als Christen können und dürfen wir nicht einseitig nur für die Israelis oder die Palästinenser sein, nicht für die einen und gegen die anderen, sondern wir können – im Namen von Jesus – nur für alle Menschen sein, für Juden und Araber zugleich. Gott ist nicht für die einen und gegen die anderen. Das lehrt die Bibel von Anfang an. Auch die Erwählung Israels ist nichts Exklusives, Ausschließendes, sondern ist einschließend, inklusiv. Durch Abraham sollen alle Völker gesegnet werden (1. Mose 12, 1-13). Als Josua über den Jordan gekommen war am Anfang der Landnahme, begegnete ihm ein Engelfürst. Auf die Frage von Josua: „Gehörst du zu uns oder zu unseren Feinden?“ antwortete dieser: „Nein!“ (Josua 5, 13f)

Ich freue mich darüber, dass es viele Christen gibt, die genau diese Spannung aushalten, und den Weg der Versöhnung suchen. Solche Christen habe ich am letzten Sonntag in einer arabischen evangelikalen Gemeinde in der Altstadt von Jerusalem erlebt. Sie beteten für Israel und für Palästina, für Christen, Juden und Muslime. Ich bin davon überzeugt, dass sie damit dem Willen Gottes folgten, der keinen Unterschied macht zwischen den Nationen, und der in Jesus ein für alle Mal den Zaun abgebrochen hat, der die Juden und Nichtjuden voneinander trennte. (Epheser 2). Diesen Zaun wieder aufrichten zu wollen, hieße, das, was Jesus am Kreuz getan hat, unwirksam zu machen.

4 Das Wunder der Gottesbegegnung

Ich liebe das Heilige Land, weil Menschen sich hier in besonderer Weise öffnen für Gottes Wirken. Und wenn sie das tun, erfahren sie etwas von Gottes Gegenwart. Natürlich ist Gottes Geist nicht von bestimmten Orten abhängig. Das sagt Jesus ganz deutlich: „Die Zeit kommt, und sie ist schon da, wo ihr weder auf diesem Berg noch in Jerusalem dem Vater eure Anbetung bringt… Und doch kommt die Zeit – und sie ist schon angebrochen –, in der die wahrhaftigen Anbeter den Vater anbeten werden in der Wirklichkeit des Geistes und in völliger Wahrhaftigkeit. Der Vater hat ein Verlangen nach solchen Menschen, die ihn anbeten.“ (Joh 4, 21ff) Also können wir Gott genauso in Jena begegnen wie in Jerusalem, in Köln genauso wie in Kapernaum, in Nürnberg genauso wie in Nazareth. Und dennoch geschieht nach meiner Erfahrung etwas Besonderes mit vielen Menschen, die in dieses Land kommen. Sie werden – angesichts der Geographie und Geschichte, der sie begegnen, und angesichts der stärkeren Anschaulichkeit der biblischen Texte an den Originalschauplätzen – offener für den, auf den diese Geschichte weist. Und viele Menschen machen gerade hier, an den besonderen Orten, neue Gotteserfahrungen: Am Teich Bethesda wie in der Grabeskirche, auf dem Ölberg und am Gartengrab, an der Westmauer genauso wie auf der Via Dolorosa. Dafür bin ich dankbar. Gottes Geist ist wirklich nicht an besondere Orte gebunden. Er kann uns überall begegnen. Und das tut er. Auch hier im so genannten Heiligen Land. Weil viele Menschen, die sich hierher auf den Weg machen, sich im Tiefsten nach einer Gottesbegegnung sehnen, schenkt ihnen Gottes Geist dies auch hier. Er braucht dieses Land nicht, aber er gebraucht es. Das ist immer neu ein Wunder.

5 Die Sehnsucht nach mehr

Wer hierhin komt, kann viel erleben. Hier, im Land Jesu, im Land der Patriarchen und Propheten, der Könige und Weisen. Ihm geht es wie dem Dichter von Psalm 48: „So wie wir es gehört hatten, so haben wir es dann auch gesehen in der Stadt des Adonais, der die Heere befehligt, in der Stadt unseres Gottes.“ (Psalm 48, 9, eigene Übersetzung) Und doch: Wer hierhin kommt, sieht letztlich auch nur ein Land wie jedes andere. Die Stadt, in der ich schreibe, ist und bleibt das irdische Jerusalem. Sie ist eben noch nicht die Stadt der Vollendung. Das so genannte Heilige Land ist eben an vielen Stellen sehr unheilig. Israel ist nicht das Paradies, das Land Kanaan ist nicht der Himmel. „Wir haben hier keine bleibende Stadt, doch die zukünftige suchen wir!“ (Hebräer 13, 14). Der Zusammenhang, in dem dieser Satz steht, macht es noch deutlicher, dass wir hier, selbst in Jerusalem, noch nicht in der Vollendung sind: „Darum hat auch Jesus, um das Volk durch sein eigenes Blut zu heiligen, außerhalb des Tores gelitten. Deshalb lasst uns zu ihm hinausgehen, außerhalb des Lagers, und seine Schmach tragen!“ (Hebräer 13, 12-13) Gerade weil dieses Land und diese Stadt noch so unvollkommen sind, können sie uns ein Hinweis auf die vollkommene Wirklichkeit sein. Das irdische Jerusalem ist ein gebrochenes Bild, ein sehr undeutliches Spiegelbild des himmlischen Jerusalem. Und das ist gut so. Hier, im umkämpften Land, haben wir einen Hinweis auf das wahre gelobte Land, in dem alle Menschen eine ewige, unangefochtene Heimat finden können.

So weckt das Land in uns die Sehnsucht nach mehr, die Sehnsucht nach der ungebrochenen Wirklichkeit Gottes. All dies ist nur ein Schatten, ein unvollkommenes Abbild. Als genau das liebe ich dieses Land. Es ist nicht mehr als ein Hinweis auf das ewige, wahre Land. Aber es ist auch nicht weniger.

Warum Israel mir wichtig ist? Warum Palästina mir wichtig ist? Aus diesen fünf Gründen: Hier spüre ich der historischen Wirklichkeit nach. Hier erlebe ich erfüllte Verheißung. Hier finde ich Botschafter der Versöhnung. Hier erfahre ich das Wunder der Gottesbegegnung. Und hier bekomme ich Sehnsucht nach mehr.

Roland Werner

Heiliger Tatendrang?!

Heiliger Tatendrang?!

Heiliger Tatendrang

Warum Christsein sich in der Tat bewährt

(Ich habe diesen Text vor 12 Jahren geschrieben, und gerade wieder entdeckt. Dass er vielleicht anstößig sein kann, ist mir bewusst. Denn das Thema ist heute noch genauso aktuell wie damals. Ich hoffe, dass er gute Anstöße gibt.)

Was ihr einem dieser Geringsten nicht getan habt, das habt ihr mir nicht getan!
Matthäus 25, 45

So ist auch der Glaube, wenn er nicht Werke hat, in sich selber tot.
Jakobus 2, 17

Geistliche Neuentdeckungen werden zu Überzeugungen. Überzeugungen werden zu Glaubenssätzen, aus Glaubenssätzen erwachsen Handlungsleitlinien, aus Handlungsleitlinien entstehen Traditionen… So oder ähnlich kompliziert könnte ich meinen Gedankengang fortführen. Ich kann es aber auch einfacher sagen, mit einer kleinen, wahren Geschichte.

Vor ein paar Tagen war ich in der Stadt unterwegs. Ein Bekannter begegnete mir, und nach einigen Begrüßungssätzen schaute er mir ernst in die Augen und sagte etwa Folgendes: „Roland, ich frage mich oft, ob du nicht zu viel machst. Das ist nicht gut. Du musst dir selbst mehr Zeit für dich gönnen. Du arbeitest so viel…“ In diesem Stil ging es einige Zeit weiter, bis ich etwas genervt zum Gegenangriff überging.

Nun würde mich diese kleine Unterhaltung nicht weiter beschäftigen, wenn sie nicht inzwischen typisch geworden wäre. Besorgte Christen melden sich, äußern Zweifel an meiner geistlichen Gesundheit, stellen die Frage, ob viel Arbeiten denn erstens nötig und zweitens gottgefällig und drittens gesund sei, und ermahnen mich eindringlich, doch ja nicht so viel zu tun. Das Ganze passiert immer mit einem – ich nenne es mal so – „mitleidig-wissenden Blick“. Ein Blick, der ungefähr aussagt: „Ich war auch einmal so wie du – aktiv, aber ein bisschen minderbemittelt, aber jetzt gehöre ich zu denen, die aufgehört haben, herum zu hektiken. Jetzt nehme ich das Leben gelassener, tue nicht mehr soviel – manchmal gar nichts – und bin obendrein geistlicher als du oberflächlicher Aktivbolzen!“

Im ersten Augenblick hört sich das überzeugend an. Ausruhen, Entspannt sein als oberster Gradmesser eines reifen und geistlichen Lebens. Und verlockend ist das auch – weniger tun, dafür aber geistlicher sein? Mich jedenfalls spricht dieser Gedanke an.

Ganz zuende gedacht lebt nach dieser Auffassung der Christ geistlich richtig, der seine Hände in den Schoß legt. Und als ungesund, geistlich fragwürdig und insgesamt unausgewogen wird ein Christ angesehen, der sich einsetzt, der auch mal bis in die Nacht hinein arbeitet, und der insgesamt viel arbeitet. Wer viel arbeitet, steht nach dieser Auffassung im Geruch, die Prioritäten völlig falsch zu setzen.

Aber ist das eigentlich wahr? Ich habe den Eindruck, dass bei uns in der letzten Zeit aus einer geistlich wichtigen Wieder-Entdeckung, nämlich dass wir bei Gott zur Ruhe kommen können, und dass wir uns auch Zeit zur Stille, zum Hören und zum „Einfach-mal-nichts-tun“ nehmen dürfen – ein Dogma geworden ist. Ein Dogma, das jeden und alle anfragt und verdächtigt, die es wagen, noch aktiv zu sein.

Dieses Dogma hat sich meiner Beobachtung nach vielerorts richtiggehend eingenistet und ist in der Folge zu einem echten Problem in den Gemeinden geworden. Die Devise heißt: „Geh nicht in die Gebetsstunde oder den Mitarbeiterkreis, denn das ist Arbeit und Stress. Geh lieber in die Sauna oder ins Kino, da kannst du dich entspannen, und das ist auch das, was Gott von dir will!“

Ich kann verstehen, dass Menschen, die sich immer gehetzt und überarbeitet haben, aufatmen, wenn sie neu erkennen, dass Gott sie liebt und trägt, auch wenn sie mal nichts tun. Ich kann die Entspannung verstehen, die durch die Reihen gestresster „hauptamtlicher Christen“ geht, wenn sie auch einmal aufatmen dürfen. Das ist alles völlig in Ordnung. Und ich bin dankbar, dass in den letzten Jahren diese geistliche Wahrheit wieder mehr in den Vordergrund gerückt wurde.

Aber ich protestiere dagegen, wenn dieses „Aufatmen-Dürfen“ zu einem Dogma des „Ja-nicht-zu-viel-Arbeiten“ mutiert. Und das nehme ich an manchen Stellen wahr. Es scheint geradezu ein neuer Sündenfall zu sein, wenn jemand arbeitet, bis es schmerzt. „Das kann doch nicht Gottes Wille sein, dass du dich so kaputt machst!“ – So und ähnlich wird dann geurteilt. Doch stimmt das wirklich?

Ich meine: Die Wahrheit liegt hier nicht in einem „Entweder – oder“, sondern in dem altbekannten „Sowohl – als auch“ – oder um es mit dem Mönchsvater Benedikt auszudrücken: Das geistliche Leben gestaltet sich in beidem – im Beten und im Arbeiten – kurz gefasst in der benediktinischen Aufforderung: Ora et labora! – Bete und arbeite!

Es gibt also sehr wohl beides: Geheiligte Aktivität und geheiligte Passivität. Und es gibt ungeheiligtes Aktiv-Sein ebenso wie ungeheiligtes Passiv-Sein. Hier sollte man sich bei der Beobachtung eines anderen sehr vor pauschalen Urteilen hüten. Denn der Mensch sieht auf das, was vor Augen ist, Gott aber sieht das Herz an.

Deshalb möchte ich Mut machen zu beidem: Mut zum handeln und Mut zum Ruhen. Mut zum Stress und Mut zur Entspannung. Beides hat seine Zeit.

Da häufig – gerade in Vorträgen, Büchern und Zeitschriften, die geistliches Wachstum fördern wollen – das Loblied der Besinnung, der Kontemplation gesungen wird, möchte ich im folgenden, sozusagen als ein Gegengewicht, eine kleine geistliche Begründung für Aktivität im Namen Gottes liefern. Vielleicht hilft das dem einen oder anderen, wieder neu ein Ja zu einem kreativen, aktiven, also schöpferischen und tatkräftigen Einsatz für Gott und die Menschen zu finden.

Also: Ein paar Gedanken zu der Frage, warum Arbeit gut ist.

  1. Der Mensch ist als Gottes Ebenbild zum Handeln und Gestalten geschaffen und berufen. Die ersten Kapitel der Bibel machen das deutlich. Indem Adam die Erde bebaut und bewahrt, indem er den Tieren Namen gibt und mit Eva kommuniziert, spiegelt er die schöpferische Aktivität Gottes wieder. Arbeiten gehört zu der Gottes-Ebenbildlichkeit des Menschen.
  1. Jesus hat uns berufen, zu handeln. „Handelt, bis ich wieder komme!“ So schärfte er es seinen Jüngern ein. Und im Gleichnis vom faulen Knecht warnt er davor, ein geistliches Schmarotzertum zu leben.
  1. Paulus konnte voller Überzeugung sagen: „Bis zur jetzigen Stunde leiden wir sowohl Hunger als Durst und sind nackt und werden mit Fäusten geschlagen und haben keine bestimmte Wohnung und mühen uns ab und arbeiten mit unseren eigenen Händen.“ (1. Kor. 4, 11-12) Für ihn war ein ganzheitlicher Einsatz des Lebens im Dienst die Antwort auf den ganzheitlichen Einsatz Gottes in Jesus. Und er scheute sich nicht, in seiner Diskussion mit den Christen in Korinth, die sich ihm geistlich überlegen vorkamen, genau diese Erfahrungen von Stress, Überarbeitung, Übermüdung, ja Erschöpfung und Verzweifeln am Leben anzuführen. Dabei wusste er sehr wohl, dass er gerade damit seine Kritiker, die sich auf die Ebene der geistlichen Erfahrungen befanden, überhaupt nicht beeindrucken konnte. Denn genau das lehnten sie ab: Blut, Schweiß und Tränen. Sie waren eher für Lobgesänge und mystische Versenkung zu begeistern.
  1. Die Welt braucht das Tatzeugnis der Christen. Sich im Namen Gottes aktiv in die Gesellschaft einzumischen ist nichts geistlich zweitrangiges, sondern eine vernünftige Folge richtiger geistlicher Erkenntnis. Nicht umsonst behandeln solche grundlegenden neutestamentlichen Briefe wie der an die Römer, die Epheser, die Galater, die Kolosser, um nur einige zu nennen, im zweiten Teil jeweils das praktische Leben und geben ausführliche Handlungsanweisungen. Praktische Hilfeleistungen, ein im Dienst hingegebenes Leben, das ist für die ersten Christen der „vernünftige Gottesdienst“. Salz und Licht, das sind wir nicht fern abgeschieden von den Menschen, sondern mitten im Gewühle der Zeit und der Welt.
  1. Unsere Zeit zu Handeln ist begrenzt. Unsere Lebenskraft und unsere Lebenszeit reichen nicht unendlich. Und einmal wird der Tag kommen, an dem uns der Weltenrichter fragt, was wir denn getan haben für seine geringsten Brüder. Und er wird sein Augenmerk richten auf das, was wir unterlassen haben. Diese Dimension der Begrenzung und der Bedeutung unseres Lebens, anders ausgedrückt: Die Tatsache der Endgültigkeit unserer Entscheidungen, Handlungen und Unterlassungen, bilden den ernst zu nehmenden Hintergrund unseres Lebens. Nur vor dieser Tatsache des Gewogen-und-gerichtet-Werdens leuchtet die Wirklichkeit der Gnade Gottes richtig auf.
  1. Wir sind gerufen, als Mitarbeiter Gottes die Zukunft der Welt zu gestalten. Wir sind nicht willenlose Marionetten in einem schon vorher festgeschriebenen himmlischen Drama, sondern von Gott eingesetzte Mitspieler und Gestalter seines großartigen Planes. Das ist Würde und Bürde zugleich. Natürlich können wir nur in enger Verbindung mit ihm und in der Befähigung durch den Heiligen Geist Taten vollbringen, die Bestand haben. Aber wir können etwas bewegen. Was wir tun, ist getan. Und was wir unterlassen, bleibt – vielleicht für immer? – ungetan.

Ein Lob auf das Handeln im Namen Gottes wollte ich singen. Ich wollte einen Befreiungsschlag gegen das Irrnetz eines geistlich scheinenden und doch falschen Quietismus führen. Es ist in der Tat so, dass Gott uns nicht nur zum Däumchendrehen in die Welt gesetzt hat. Ich hoffe, dass sich diese Erkenntnis auch in frommen Kreisen wieder mehr durchsetzt. Jesus fordert uns zu mutigem Handeln auf, zu großen und kleinen, auf jeden Fall aber selbstvergessenen Taten in seinem Namen.

Noch eine Schlussbemerkung sei mir erlaubt: Ich habe manchmal beobachtet, dass die Leute, die mich mit gewichtiger Miene ermahnten, ja nicht zu viel zu arbeiten, oft genau dieselben waren, die offen oder unterschwellig weitere Anforderungen und Erwartungen an mich richteten. Das hat mich häufig sprachlos gemacht. Damit vermittelten sie mir – vielleicht bewusst, vielleicht unbewusst, letztlich diese einfache Botschaft: „Tu nicht so viel (für andere), sondern nimm dir mehr Zeit (für mich und meine Bedürfnisse)!“

Während ich diese etwas bissige Bemerkung niederschreibe, sehe ich vor meinem inneren Auge manche gestresste Pastorin und manchen überlasteten Seelsorger heftig nicken.

Denn das ist doch die Tatsache: Nicht die viele Arbeit als solche macht uns fertig, sondern die unreifen und überzogenen Erwartungen mancher Zeitgenossen, dass wir ihre Probleme für sie lösen sollten. Nicht die Arbeit ist letztlich das Problem, sondern die emotionalen Lasten, die wir einander aufbürden.

Und so ist der wirklich der Verlierer, der auf der einen Seite gesagt bekommt, er solle weniger tun, und der zugleich für immer mehr Menschen da sein soll – als Ersatz-Vater oder Ersatz-Mutter, als Seelsorger, Ratgeber, Vorbild, Bedürfnisbefriediger und manches mehr – alles zugleich. Wer sich von diesen Erwartungen und Anforderungen einfangen lässt, ist wirklich arm dran.

Da bin ich Paulus für seine befreiende Warnung dankbar: „Werdet nicht der Menschen Knechte!“ Und das sagt derselbe Paulus, der in anderem Zusammenhang ausdrückte: „Wir sind eure Knechte um Jesu willen!“

Und so will ich weiterhin mutig und unbeirrt ans Werk gehen, mich nicht auch noch für meinen Einsatz verurteilen lassen, und mit Nikolaus Graf zu Zinzendorf sagen:

Wir woll’n uns gerne wagen, in unsern Tagen der Ruhe abzusagen, die’s Tun vergisst. Wir woll’n nach Arbeit fragen, wo welche ist. Nicht an dem Amt verzagen, uns fröhlich plagen, und uns’re Steine tragen aufs Baugerüst. (c) Roland Werner 3. März 2003.

Aufstehen für Freiheit und Religionsfreiheit!

Aufstehen für Freiheit und Religionsfreiheit!

Aufstehen für Freiheit und Religionsfreiheit! Aufstehen für die Verfolgten – Christen, Jesiden, Muslime und andere!

Denkt an die, die gefangen sind, weil ihr als Mitchristen eigentlich zusammen mit ihnen im Gefängnis seid! Und denkt auch an die, die gequält werden! Denn ihr seid doch zusammen mit ihnen im Körper des Messias verbunden.

(Hebräer 13, 3, dasbuch.NT)

In diesen Tagen jähren sich die furchtbaren Übergriffe der Terrororganisation „Islamischer Staat“ auf die Christen in Mossul. Haben wir uns schon an die fast täglichen Nachrichten von weiteren Entführungen, Enthauptungen, Kreuzigungen und ähnlichen Grausamkeiten gewöhnt?

Die 6. These der Inititative „Zeit zum Aufstehen“, zu deren Initiatorenkreis ich gehöre, hat sich hier klar aufgestellt:

„Allen Menschen auf der ganzen Welt steht das Recht zu, in Freiheit ihren Glauben zu leben und zum Glauben einzuladen.
Wir stehen ein für die Freiheit des Glaubens und des Religionswechsels, insbesondere in muslimischen Ländern und totalitär regierten Staaten.
Wir stehen auf für Gewissens- und Religionsfreiheit und gegen jede Benachteiligung und Verfolgung von Christen und Angehörigen aller Religionen weltweit. Wir widersprechen jeder Form von Intoleranz, die Gewissen und
Denken zwingen will.“
Wir sollten nicht aufhören, zu beten und unsere Stimme zu erheben für die, deren Stimme zum Schweigen gebracht werden soll!
Nicht nur Christen werden verfolgt. Das ist klar. Aber sie sind im besonderen Fokus der angeblichen „Gotteskämpfer“ – im Irak, in Syrien, in Nigeria, in Kenia, in Mali, in Ägypten usw. usw.
Nicht wenige der Flüchtlinge, die gegenwärtig zu uns kommen, sind wegen ihres Glaubens verfolgt worden.
Deshalb: Nicht vergessen! Sondern Aufstehen zum Beten, Reden und Handeln.
www.zeit-zum-aufstehen.de

 

Muraho neza!

Muraho neza!

Muraho neza! This is Kinyarwanda for „Welcome!“ On Kigali Airport on our way back from Rwanda to Germany. it was a wonderful week. Thank you, Lord, and thank you, our Rwandese and German-Rwandese friends! We saw loads and loads of baboons, warthogs and hippopotami!

Muraho neza! Das ist Kinyarwanda für „Herzlich willkommen!“ Wir sind am Flughhafen Kigali/Ruanda auf unserem Weg zurück nach Deutschland. Es war eine wunderbare Woche!. Danke, Gott! Und Dank allen ruandischen und deutsch-ruandischen Freunden.
Gestern im Akagera-Park: Unzählige Paviane, Antelopen aller Art, Krokodile, Elefanten, einer davon, Mutware, hat uns eine Stunde lang den Weg blockiert, unzählige Flußpferde/Nilpferde, Zebras, Warzenschweine und viele andere Tiere.
Doch das Beste: Die Arbeit der Kommunität Abaja ba Kristo und die von unseren Freunden Katja und Tim Bluthardt mit ihrer wunderhübschen Tochter Lotte Mugisha, die uns mit ihren fünfeinhalb Monaten schon alle im Griff hatte!

Auf nach Ruanda!

Auf nach Ruanda!

Auf nach Ruanda!

Gleich geht es los. Eine gute Freundin, Elke und ich fahren für knapp 10 Tage in das schöne ostafrikanische Land, um Katja und Tim Bluthardt zu besuchen. Sie leben und arbeiten dort in Rubengera am Kivu-See, auf dem Gelände einer einheimischen Diakonissenkommunität. Vor zwei Jahren waren wir schon einmal dort und haben das wunderschöne Land und die beeindruckende Gemeinschaft miteinander genossen.

Wir freuen uns sehr auf das Wiedersehen und das Lernen von den Christen in Ruanda.

Übrigens: Unser Haus ist nicht unbewacht! Die starken Männer, die schwer bewaffnet in den WGs über uns wohnen, passen bei Tag und bei Nacht auf, dass keins von unseren teuren IKEA-Möbelstücken aus dem letzten Jahrtausend geklaut wird!