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Jahr: 2018

Zerstört die Mission die Kultur? – Einsichten aus Afrika und anderswo

Zerstört die Mission die Kultur? – Einsichten aus Afrika und anderswo

Jedes Jahr verbringe ich mehrere Monate in afrikanischen Ländern. Meine Aufgabe ist es, afrikanische Stammessprachen und Kulturen zu erforschen und wissenschaftlich zu beschreiben. Als Christ und Wissenschaftler höre ich manchmal den Vorwurf, der von verschiedenen Seiten erhoben wird, die christliche Mission habe überall, wo sie hingekommen ist, die Kultur zerstört. Menschen würden aus ihren gewohnten Lebensbezügen herausgerissen, entwurzelt und ihrer eigenen Kultur entfremdet. In einer extremen Form geht der Vorwurf sogar wo weit, dass behauptet wird, die Probleme Afrikas und anderer Gebiete in der so genannten Dritten Welt seien letztlich auf die christliche Mission zurückzuführen. Stimmt das?

Nun könnte man viel dazu sagen. Man müsste sehr differenziert berichten. Die Frage, die ich allerdings habe, ist, ob das dann überhaupt gehört würde. Wo nur ideologisch gedacht wird, bestimmt nicht. Wo ein bestimmtes politisches Glaubensbekenntnis zu Wissenschaft erhoben und absolut gesetzt wird, ist kein echtes Gespräch mehr möglich. Dennoch will ich versuchen, zu dem Vorwurf, die Mission zerstöre Kulturen, auf dem Hintergrund meiner Erfahrungen und Forschungen etwas sagen.

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Salz im religiösen Eintopf? – Missionarisch leben im Zeitalter oberflächlicher Toleranz

Salz im religiösen Eintopf? – Missionarisch leben im Zeitalter oberflächlicher Toleranz

In der Ringparabel in „Nathan der Weise“ erzählt Gotthold Ephraim Lessing von einem Vater, der einen wertvollen Ring besitzt. Auf seinem Sterbebett lässt er seine drei Söhne kommen. Jedem übergibt er einen Ring mit der Aussage, dass dieser der wahre sei. Dann stirbt er. Keiner der Söhne weiß, ob er das Original oder die Kopie hat. Jeder glaubt aber natürlich, dass sein Ring der echte ist.

Diese Ringparabel drückt eine Grundauffassung der Aufklärung aus: Die Religionen – hier durch die Ringe symbolisiert – sind alle nützlich, da und insoweit sie dem Gläubigen das Gefühl geben, etwas Wertvolles zu besitzen. Sie sind aber da schädlich, wo sie zur Abgrenzung von den anderen und einem absoluten Wahrheitsanspruch führen. Die Moral von der Geschichte: Jeder soll seine eigene Auffassung haben, diese aber nicht zur Norm erheben. Nur, wenn der eigene Glaube mit Zweifel gepaart ist, kann Religion nützlich sein und ihr friedensgefährdendes Potential in Schach gehalten werden.

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Der Skandal um Gottes Sohn

Der Skandal um Gottes Sohn

Ein Mensch stirbt für uns alle, um uns durch seinen Tod am Kreuz mit Gott zu versöhnen. Das regt die Menschheit auf – damals wie heute.

Es war ohne Zweifel eine der grausamsten Methoden, mit der Menschen auf brutale und schreckliche Weise getötet wurden: Zwei Balken. Der eine in die Erde gerammt, der andere hochgezogen und oben quer in eine Einkerbung eingepasst. Daran ein Mensch, angenagelt, bis er stirbt. Kreuzigung im Römischen Reich.

In Sachen Kreuzigung hatten sich die Römer zu Experten entwickelt. Sie hatten diese grausame Hinrichtungsart von ihren Erzfeinden, den Karthagern, übernommen, die sie in den drei großen punischen Kriegen niedergezwungen hatten. Eine Kreuzigung und damit auch das Kreuz hatte für die Römer jedoch immer den Geruch des Ausländischen und Anstößigen. Cicero drückte die Abscheu des römischen Bürgers gegenüber der Kreuzigung so aus: „Henker, Verhüllung des Hauptes und schon das bloße Wort ‚Kreuz’ sollen fernbleiben nicht nur dem Leib der römischen Bürger, sondern auch ihren Gedanken, ihren Augen, ihren Ohren.“

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Wie der Wind weht… Weltweite geistige Strömungen unserer Zeit

Wie der Wind weht… Weltweite geistige Strömungen unserer Zeit

Ja, wie sieht sie denn aus, die geistige – und auch geistliche – Großwetterlage? Was können wir über weltweite Entwicklungen wissen und mit Bestimmtheit aussagen? Wohin dreht sich der Wind der Meinungen und Überzeugungen?

Es kann kaum ein spannenderes Thema geben, denn wir spüren, dass weltweite Veränderungen uns mehr und mehr auch in unserem eigenen Umfeld betreffen. Die oft beschworene Globalisierung ist nicht nur auf der Ebene unseres Denkens angekommen, sondern wird zunehmend zu einer gefühlten Wirklichkeit. Dabei geht es nicht nur um solche symbolhaften Realitäten wie der erstaunlichen Tatsache, dass inzwischen McDonalds nicht in den USA und Kanada, sondern auch auf dem europäischen Kontinent, ja in Moskau, Kairo, Tel Aviv, in Tokio, Seoul und sogar in Peking die Menschen zu einer Ernährungsumstellung anregt. Nein, die Globalisierung hat nicht nur das Konsumverhalten bei der Nahrungsaufnahme und auch nicht nur die sich vereinheitlichende Kleidung oder das weltweit von Hollywood und jetzt auch von Bollywood vorgegebenen Freizeitverhalten radikal verändert. Sie ist spätestens seit dem 11. September auch in der Gefühlswelt angekommen. Instinktiv empfinden wir: Das, was im fernen Afghanistan gedacht und verkündet wird, das, was Koranschüler in ihren Schulen im Westen Pakistans lernen, das kann uns unmittelbar betreffen. Der Wind hat sich gedreht und bläst uns voll ins Gesicht.

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Die vielen Götter und der eine Gott

Die vielen Götter und der eine Gott

„Warum müssen die Christen immer Jesus in den Mittelpunkt stellen? Reicht es nicht, über Gott zu reden?“ Solche Fragen höre ich öfter. Gerade im Gespräch mit anderen Religionen ist die Frage nach Jesus zentral. Welche Bedeutung hat er? Ist er, wie der Islam sagt, nur ein Prophet und Vorläufer von Mohammed? Oder ist er, wie manche Hindus sagen, einfach ein weiterer Avatar, eine neue Erscheinungsweise der ewigen Gottheit, in einer Reihe mit Krishna und anderen?

Wenn wir doch so viel gemeinsamen Boden haben und alle auf unsere Weise an Gott glauben, wieso müssen dann Christen immer noch auf Jesus und dem Glauben an ihn bestehen? Wäre es nicht besser, im Sinne des Welt- und Religionsfriedens Gemeinsames zu betonen und Trennendes außen vor zu lassen? Reicht es nicht, von Gott zu reden — muss es unbedingt auch noch Jesus sein?

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„Es erschien ihnen nur so…“ – Inkarnatorische Realität oder mythische Rede?

„Es erschien ihnen nur so…“ – Inkarnatorische Realität oder mythische Rede?

Wir glauben… an den einen Herrn Jesus Christus, Gottes eingeborenen Sohn,
der aus dem Vater geboren ist vor aller Zeit:
Gott von Gott, Licht vom Licht,
wahrhaftiger Gott vom wahrhaftigen Gott,
geboren, nicht geschaffen,
eines Wesens mit dem Vater;
durch ihn sind alle Dinge geschaffen.

Er ist für uns Menschen und zu unserm Heil vom Himmel gekommen,
Fleisch geworden durch den Heiligen Geist und die Jungfrau
Maria und ist Mensch geworden,
er wurde für uns gekreuzigt unter Pontius Pilatus,
hat gelitten und ist begraben worden,
er ist am dritten Tage auferstanden nach der Schrift und aufgefahren in den Himmel. Er sitzt zur Rechten des Vaters und wird wiederkommen in Herrlichkeit,
zu richten die Lebenden und die Toten;
seiner Herrschaft wird kein Ende sein.

So lautet das nizänische Glaubensbekenntnis aus dem Jahr 381 n.Chr. Stimmt das eigentlich? Ist Jesus wirklich der Sohn Gottes? Ist er wahrer Mensch und wahrer Gott zugleich? Ist Jesus der Mensch gewordene Gott?

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Unterwegs im Heiligen Land

Unterwegs im Heiligen Land

Unterwegs im Heiligen Land – eine neue Serie, aufgenommen im Juli 2018.

Jerusalem, Bethlehem, Qumran und noch mehr.

Orte und Ereignisse, die unsere Welt verändert haben.

Anschauen, genießen, lernen, weiterempfehlen!

Der Skandal des Kreuzes – Warum das Kreuz so anstößig ist

Der Skandal des Kreuzes – Warum das Kreuz so anstößig ist

Zwei Balken, der eine in die Erde gerammt, der andere hochgezogen und oben quer in eine Einkerbung eingepasst. Ein Mensch, der daran hängt, angenagelt, bis er stirbt. Kreuzigung im römischen Reich.

Die Römer hatten sich zu Experten in Sachen Kreuzigung entwickelt. Sie hatten diese grausame Hinrichtungsart von ihren Erzfeinden, den Karthagern, übernommen, die sie in den drei großen punischen Kriegen niedergezwungen hatten. Ohne Zweifel war dies eine der grausamsten Methoden, mit der Menschen auf brutale und schreckliche Weise getötet wurden.

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Jesus Christus Superstar – Was macht ihn so einzigartig?

Jesus Christus Superstar – Was macht ihn so einzigartig?

Jesus Christ, Superstar: So lautet der Titel des bekannten Musicals, das seit den siebziger Jahren immer wieder auf den Schauspielbühnen aufgeführt wird. Es ist in der Tat so: Wenn es um den Bekanntheitsgrad geht, ist Jesus ganz oben auf der Liste. Über keinen anderen Menschen, der je gelebt hat, sind so viele Bücher geschrieben, so viele Lieder und Gedichte verfasst worden wie über Jesus. Die größten Maler und Bildhauer haben die Themen seines Lebens in Bilder und Skulpturen umgesetzt. Die Evangelien, die kurz und prägnant sein Leben und Sterben beschreiben, sind die meist übersetzten und am weitesten verbreiteten Bücher der Weltgeschichte. Das Kreuz, Zeichen seines Sterbens und seiner Erlösung, ist weltweit zum Symbol für Hilfe und Zuwendung geworden. Wenn einer den Titel „Superstar“ verdient, so ist es sicher keiner der vielen Stars und Sternchen, die am Kulturhimmel auf- und häufig ebenso schnell wieder untergehen, sondern es ist Jesus, der Mann aus dem Bergdorf Nazareth in Galiläa, der den Beinamen „Christus“ trägt und nach dessen angenommenen Geburtsdatum die Zeitrechnung der westlichen – und inzwischen der ganzen – Welt sich organisiert. Jesus Christus – was macht ihn so einzigartig?

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