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Jahr: 2016

Alles Märchen oder was? – Außerbiblische Hinweise auf Jesus

Alles Märchen oder was? – Außerbiblische Hinweise auf Jesus

Ich war in Moskau und hielt einen Vortrag an der Universität. Thema: Die Sache mit Jesus. Stimmt sie? Wer war Jesus? Was können wir verbindlich über ihn wissen? Dabei stellte ich dar, wie zuverlässig die Bibel ist, welche außerbiblischen Quellen auch noch über Jesus berichten, und was wir insgesamt historisch gesichert über ihn, sein Leben, seinen Tod und seine Auferstehung sagen können.

Am Ende des Vortrags meldete sich ein Professor. Seine Frage: „Habe ich Sie richtig verstanden, dass Sie davon ausgehen, dass Jesus eine wirkliche, geschichtliche Person war?“ Meine Antwort: „Ja klar, darüber habe ich doch gerade eine Stunde gesprochen!“ Dann fragte ich ihn: „Wie kommen Sie darauf? Was ist der Hintergrund Ihrer Frage?“ Da sagte er, dass sie damals in der Schule in der Sowjetunion gelernt hätten, dass Jesus nur eine Märchengestalt sei, so ähnlich wie Frau Holle oder Väterchen Frost.

Was ist dran?

Solche und ähnliche Gespräche haben mich im Lauf der Jahre dazu angetrieben, so genau wie möglich herauszufinden, wie das mit Jesus wirklich war. Stehen wir als Christen auf sicherem historischen Boden mit unserem Glauben? Oder folgen wir erfundenen Geschichten und bloßen Vermutungen? Ist die Sache mit Jesus eine geschichtliche Tatsache, oder ist das ganze Christentum nur das Ergebnis von Wunschdenken und insgesamt nichts mehr als eine fromme Illusion?

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Nur der halbe Mond! – Von den Grenzen der Erkenntnisfähigkeit

Nur der halbe Mond! – Von den Grenzen der Erkenntnisfähigkeit

„Seht ihr den Mond dort stehen? Er ist nur halb zu sehen, und ist doch rund und schön. So sind gar manchen Sachen, die wir getrost belachen, weil uns’re Augen sie nicht seh’n.“ (Matthias Claudius)

Das, was der „Wandsbeker Bote“ auf seine herrlich klug-naive Weise formuliert hat, bleibt auch heute, gut 200 Jahre nach seinem Tod, eine notwendige und hochaktuelle Seitennotiz auf die Wissenschaftsgläubigkeit, die offenbar weite Teile unserer Gesellschaft erfasst hat.

Naive Wissenschaftsgläubigkeit?

„Die Wissenschaft hat festgestellt…“ In wie vielen Diskussionen habe ich diesen Satz in den unterschiedlichsten Variationen schon gehört! Eine beliebte Version ist auch: „Wie wir heute aufgrund wissenschaftlicher Erkenntnisse wissen…“ Und meist hält der Gesprächspartner damit dann das Gespräch für beendet bzw. seinen Punkt für bewiesen. Dabei  fängt aus meiner Sicht da die Diskussion erst richtig an. Denn dazu hätte ich eine Reihe von Fragen, z.B.: „Woher weißt du das? Kannst du das belegen? Wie ist gerade der genaue Stand der wissenschaftlichen Diskussion an dieser Stelle?“ usw. usw. Meistens kneift der Gesprächspartner aber an dieser Stelle, denn so genau weiß er das, was er gerade noch mit großer Vehemenz behauptet hat, dann doch nicht.

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Christentum in Nubien

Christentum in Nubien

Ich freue mich, dass meine kirchengeschichtliche Arbeit über Nubien jetzt langsam wahrgenommen wird. Im Sudan lebte über 1000 Jahre eine einheimische Kirche, die heute fast vollständig vergessen ist.

Diese Rezension meiner kirchengeschichtlichen Dissertation über das (immer noch) selbst in Fachkreisen ziemlich unbekannte Christentum in Nubien auf der Internetseite „Christian Orient“ kann gegen dieses Vergessen helfen.
Zitat aus der Rezension:
„Es ist die erste Darstellung im deutschsprachigen Raum, die versucht, alle Ergebnisse der Forschungen zum nubischen Christentum zusammenzufassen und so ein Gesamtbild dieser recht unbekannten Kirche zu erstellen. Der Autor gründet seine Darstellung auf archäologische Ergebnisse auf textliche Untersuchungen sowie auf bildlichen Darstellungen. Dabei ist der Autor bemüht, alle bisher bekannten Ergebnisse zusammenzufassen. Dem Autor ist es so gelungen, einen umfassenden und zugleich detaillierten Einblick in die Geschichte und in das Leben der nubischen Kirche zu geben. Das hier noch viele Lücken bestehen ist kein Mangel der Untersuchung, sondern zeigt, dass noch weite Gebiete der nubischen Kirchengeschichte erforscht werden müssen. Das Werk ist nicht nur als Einführung in das nubische Christentum geeignet, sondern kann auch als Nachschlagewerk hierzu genutzt werden.“