Nimm dein Bett und geh!

Nimm dein Bett und geh!

Nimm dein Bett und geh!
Sagte Jesus.
Wahrscheinlich war es eher eine Art Bastmatte.
Auf jeden Fall war es dem Mann egal
Wie schwer sie war.
Denn jahrelang hatte sie ihn getragen,
die Matte, Matratze, das Bett
Aber jetzt, zum ersten Mal
Konnte er das tun.

So ging er los, das Bett geschultert
Jetzt trage ich dich!
Dort, wohin ich will.
Ich bin jetzt mobil geworden.
Durch Jesus.
Nimm dein Bett und geh!
Das hat er gesagt.
Und: Deine Sünden sind dir vergeben!
Da haben sie alle gestaunt.
So einfach geht das doch nicht!

So einfach ging das doch!
Denn Jesus hat es gesagt.
Und was meine Sünden waren,
und was sie sind.
Das geht die anderen gar nichts an.
Auch nicht die Neugierigen und die Nachrichtensprecher.
Meine Sünden, die habe ich bei Jesus gelassen.
Und der hat sie weggenommen.
Ich kann sie jedenfalls nicht mehr finden.

Und so gehe ich jetzt mit meiner Matte auf dem Arm.
Aufrecht und froh.
Endlich kann ich wieder gehen!
Das hat Jesus gemacht.

Zwar erzählen die Leute immer noch von dem Gelähmten,
der von den Freunden getragen wurde,
übrigens ganz herzlichen Dank euch!
Das war ein echter Freundschaftsdienst.
Doch jetzt bin ich ja gar nicht mehr der Gelähmte.
Ich bin der Ex-Gelähmte!
Ich kann frei herumlaufen und springen.
Wegen Jesus.
Ist das nicht toll?

Wohin ich jetzt gehe?
Da muss ich ein bisschen nachdenken.
Vielleicht frage ich auch mal Jesus,
ob der eine gute Idee hat.
Ich vermute schon.
Auf jeden Fall will ich jetzt erst mal ein bisschen herumlaufen.
Und mein Bett durch die Gegend tragen.
Das macht Spaß!

© Roland Werner 30.05.2015

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